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2018年 02月 12日

Schuld und Strafe関連文献

責任と刑罰に関する最近の文献
JULIA MARIA ERBER-SCHROPP 『責任と刑罰:責任原理の刑法哲学的研究』
Schuld und Strafe: Eine strafrechtsphilosophische Untersuchung des Schuldprinzips, Tübingen: Mohr Siebeck, 2016. X, 201 Seiten.
Perspektiven der Ethik 9
Das strafrechtliche Schuldprinzip, also das Zusprechen von persönlicher Schuld im richterlichen Urteil zur Legitimation der Strafsanktion, ist ein vieldiskutiertes und umstrittenes Thema innerhalb der Strafrechtswissenschaft. Im Kontext der Diskussion um die Frage nach der Freiheit des Willens, die von manchen als Voraussetzung für Schuldfähigkeit angesehen wird, ist das Thema auch für die Philosophie von Relevanz.
Kritiker betrachten das Schuldprinzip als irreführend und ineffektiv für die Legitimation von Strafe. Sie fordern die Umgestaltung des Schuldstrafrechts zu einem Maßregelrecht, das auf die Bedürfnisse der gesellschaftlichen Kriminalprävention ausgerichtet ist. Julia Maria Erber-Schropp zeigt, weshalb das Schuldprinzip eine elementare Bedeutung im Strafrecht hat und dass dieses nicht durch die Willensfreiheitsdebatte angreifbar ist.
Pawlik引用箇所
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*Barbara Wootton, Baroness Wootton of Abinger CH (14 April 1897 – 11 July 1988)
Wootton wrote several books on economic and sociological subjects, including Lament for Economics (1938), End Social Inequality (1941), Freedom Under Planning (1945), Social Science and Social Pathology (1959), Crime and the Criminal Law (1964) and Incomes Policy (1974).
In Crime and the Criminal Law she controversially advocated that all crimes ought to be crimes of strict liability (see Elliott, C. & Quinn, F. 2010. Criminal Law. 8th ed. Essex: Pearson Education Ltd). In other words, it was her contention that mens rea – the 'guilty mind' – should not be taken into account. This would remove the burden from the prosecution of proving intent or recklessness.
TATJANA HÖRNLE, Kriminalstrafe ohne Schuldvorwurf. Ein Plädoyer für Änderungen in der strafrechtlichen Verbrechenslehre, Baden-Baden: Nomos Verlag, 2013
Über die Frage, ob Menschen willensfrei handeln können, diskutieren Neurowissenschaftler, Philosophen und Rechtswissenschaftler intensiv. Ist vor diesem Hintergrund ein Schuldvorwurf gegenüber einem Straftäter angemessen? Tatjana Hörnle, Professorin für Strafrecht und Rechtsphilosophie an der Humboldt-Universität zu Berlin, rekonstruiert das plausibelste Modell menschlicher Entscheidungsfindung und kommt zum Ergebnis, dass ein Schuldvorwurf problematisch ist. Die Autorin bewertet die Strategien, mit denen Strafrechtswissenschaftler auf die Herausforderungen der Neurowissenschaften reagieren, als unbefriedigend. Stattdessen spricht sie sich für einen Verzicht auf einen Schuldvorwurf aus und dafür, dass der Tätern gemachte Vorwurf konsequent auf das Tatunrecht zugeschnitten werden müsse. Das Buch ist für alle von Interesse, die sich für die Themen Hirnforschung, Willensfreiheit und Schuld aus philosophischer oder strafrechtlicher Sicht interessieren.
Das Werk ist Teil der Reihe Würzburger Vorträge zur Rechtsphilosophie, Rechtstheorie und Rechtssoziologie, Band 45.
【参考文献】TATJANA HÖRNLE, Straftheorien, 2., überarbeitete Auflage, Tübingen: Mohr Siebeck, 2017. VIII, 76 Seiten.
Straftheorien beschäftigen sich mit der Frage, wie Kriminalstrafe gerechtfertigt werden kann. Mit der 2., inhaltlich überarbeiteten Auflage bringt Tatjana Hörnle vor allem die Kapitel zu expressiven Straftheorien und zur Legitimation von Kriminalstrafe gegenüber dem Bestraften auf den neuesten Stand der Literatur. Unter anderem wurde die neuere Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts zu subjektiven Rechten von Opfern aufgenommen.
»Wer sich hier auf den neuesten Stand der Diskussion bringen will, kann dieses Ziel durch die Lektüre der dichten und doch elegant geschriebenen Darstellung auf einem sehr effizienten Weg erreichen.«
Wolfgang Wohlers Schweizerische Zeitschrift für Strafrecht 2012, 114–116


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by strafrecht_at | 2018-02-12 11:41


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